Thorsten Voß

minuszehnprozent

20.01. – 03.03.2018


Eröffnung: 20.01.2018, 18 Uhr

Einführung: Dr. Norman Hildebrandt
Künstlergespräch: 24.02.2018, 16 Uhr
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Thorsten Voß (* 1987, lebt und arbeitet in Offenbach am Main) studiert in seinen Zeichnungen den Menschen und dessen Abgründe. So steht auch in minuszehnprozent das Drama um die Vergötterung der eigenen Spezies im Vordergrund. Wann genau hat der Mensch beschlossen, sich über jedes andere Leben zu erheben? Woher nimmt der Homo sapiens sich das Recht, den Planeten im Allgemeinen zu gestalten? Mit einem Blick für die kleinen Niederträchtigkeiten des Alltags rühren die Zeichnungen von Thorsten Voß an unserem Stolz. Jedes der in Gießen präsentierten Motive formiert sich mit seinen Tier-Mensch-Mutationen zum Angriff auf den Betrachter. Die verschlungenen Körper winden sich in ihrem Schicksal, aus Trieb und Verstand geneigter Zügelung. Beim Anblick der hart konturierten Zeichnungen aus Bleistift wird klar: Der Mensch bleibt, auch wenn Seele/ Geist/ Bewusstsein anderes suggerieren, der Häuptling der Nahrungskette.

Verena Freyschmidt

Rhizome

10.03.–21.04.2018


Eröffnung: 10.03.2018, 18 Uhr

Einführung: Katja Ebert-Krüdener
 
Künstlergespräch (Moderation: Dr. Nadia Ismail): 
21.04.2018, 15.30 Uhr
Konzert des Klangkünstlers Lasse-Marc Riek: 
21.04.2018, 17 Uhr

 

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Die künstlerische Arbeit von Verena Freyschmidt (*1975, lebt und arbeitet in Düsseldorf) bewegt sich im Bereich der Zeichnung, (Wand-)Malerei und Wandinstallation.
Ihre Materialien sind vorwiegend das Papier, der Stift und die Schere. Sie entnimmt Linien, Strukturen und Formationen aus Gesehenem und Erinnertem und setzt sie in neue Zusammenhänge.
Es entstehen großformatige Papierschnitte, die gleichermaßen freie künstlerische Schöpfungen wie Anmutungen der Natur sind. Gleich organischer Prozesse erobern fraktale Strukturen wachsend den Raum.
Dabei geht es ihr um die Beschaffenheit der Dinge, ihre Struktur und elementare Form.

Zur Eröffnung erscheint eine Edition:
o. T., Tusche, Farb- und Bleistift auf Papier, 24 x 30 cm, signiert und datiert, recto.
jeweils 200,– Euro (Rahmen: 20,– Euro); alles zusammen: 220,– Euro (mit Rahmen), zzgl. Versand
Auflage: 10 (Unikate)

WANG Yahui

Fragen an Schatten

28.04. – 09.06.2018


Eröffnung: 28.04.2018, 18 Uhr
Einführung: Andreas Walther

06.05.2018: 14 Uhr Künstlergespräch; 16 Uhr Kurzvorträge Daoismus und Kreative Arbeit und Lieder auf der Guqin, gespielt von Liu Hsingi
 

Zur Ausstellung erscheint eine Edition


 

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WANG Yahui (lebt und arbeitet in Taipei) arbeitet medienübergreifend mit Video, Installation, Fotografie und Malerei. Mittels dieser Bildmedien konzentriert sich ihre Praxis auf die periphere Sicht des Betrachters und die Überlappung von Realität und Bildern, wobei sich Fragen nach virtuell / real, innen / außen, wie auch nach dem Wesen der Bilder und dem Seherlebnis stellen. Ihre Arbeit kreist um die östliche Naturphilosophie und die Beziehung zwischen Mensch und Welt. Bei ihrer Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Leben interessiert sie, wie hier das östliche Denken einbezogen werden kann. Ihre Arbeit will nicht bestimmte Landschaften schaffen bzw. abgrenzen; vielmehr geht es ihr darum zu verstehen, wie sich eine Landschaft im bewegten Bild konstruiert.

www.wangyahuiart.com

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Eberhard Müller-Fries / Anja Harms

» … sind Sie die Flüstergalerie?«

16.06. – 21.07.2018

 

Eröffnung: 16.06.2018, 18 Uhr
Einführung: Erhard Waschke

Künstlergespräch: 07.07.2018, 15 Uhr
 

Zur Ausstellung erscheint eine Edition


 

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Diese Zeile aus einem Text von Ernst Jandl gibt den Titel der Installation von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Neuen Gießener Kunstverein. Die Literatur ist der ständige Begleiter der Künstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries. Gedichte u. a. von Paul Celan, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski, altenglische Elegien, aber auch die Gesänge aus dem finnischen Nationalepos »Kalevala« stoßen bei ihnen etwas an, was sie in Farben, Formen und Strukturen übersetzen. In ihren Werken vereinigen sie zwei Künste. Anja Harms ist Buchkünstlerin, Eberhard Müller-Fries Bildhauer. Es entstehen raumgreifende, lesbare Skulpturen, Installationen, Buchskulpturen, und Künstlerbücher. Ihre gemeinsam erschaffenen Arbeiten leben von der künstlerischen und handwerklichen Aneignung des jeweils anderen. Sie denken zusammen, was sich ausschließt und eröffnen damit neue Perspektiven.

Max Eulitz

der Greif der Punk das Alien

01.09. – 20.10.2018
 

Eröffnung: 01.09.2018, 18 Uhr
Einführung: Till Korfhage

 

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Max Eulitz (* 1987 in Leipzig) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und New York. Seine künstlerische Praxis stützt sich auf einen konzeptuellen Ansatz, der häufig die kulturellen Aktivitäten und Erzeugnisse des ›petits bourgeois‹ zum Gegenstand hat. Der formale Fokus liegt dabei auf Skulptur, Fotografie und Buchprojekten. Er absolvierte an der Städelschule bei Peter Fischli.

einundzwanzig. Ansichten eines Kunstvereins

Eröffnung: 07.09.2018, 18 Uhr

07.09.–28.10.2018
 

Begrüßung: Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin

Ansprachen:
Marcel Baumgartner, Vorsitzender von 1998 bis 2006
Markus Lepper, Vorsitzender von 2006 bis 2017
Till Korfhage, Vorsitzender seit 2017


Musikperformance: Thilo Schölpen

Intermezzo am 26. 10. 2018 ab 18 Uhr: »Fernsehen, Funk und Fritten« – Künstlerfilme, Musik und Pommes

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 10–18 Uhr
Ort: KiZ, Südanlage 3a I Eingang auch über Japanischen Garten / Löberstr.


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2018 blickt der Neue Kunstverein Gießen auf eine nunmehr zwanzigjährige Existenz zurück und nutzt diesen Anlass zur Bestandsaufnahme: 

Zwischen Erkundungen an den Rändern der Zeichnung, Grenzfragen der Malerei und gelegentlichen Exkursen zu aktuellen Positionen aus Fernost verfolgt der Verein seit zwei Dekaden diverse Linien, registriert Tendenzen und bietet neue Einsichten. 

Anhand einer Auswahl von 20 + 1 Künstlern aus 20 Jahren spazieren wir mit der Jubiläumsausstellung nun erstmalig durch ein Gelände, so wie es die bisherigen Kooperationen geformt haben. Diese Retrospektive nutzt der Verein gleichzeitig als Ausgangspunkt für einen Ausblick in die Zukunft.

 

Romina Abate 2018 Lucie Beppler 2004 Heinz Brand 1999 Max Brück 2015 Chiang San-shih 2014 Nikolaj Dudek 2011 Henrik Eiben 2015 Jáchym Fleig 2010 Verena Freyschmidt 2018 Armin Hartenstein 2010 Cécile Hummel 2000 Marko Lehanka 2000 Marc Nothelfer 2017 Peter Rösel 2014 Eva-Maria Schön 2007 Leopold Schropp 2001 Nicola Schudy 2017 Manfred Stumpf 2006 Susa Templin 2013 Cony Theis 2016 Herbert Warmuth 2009


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Fotos: Robert Metsch


David Reiber

Tropical Frenzy

  02.03.–06.04.2019
 

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David Reiber Otálora
ist 1992 in Münster geboren und wuchs in Bogotá, Kolumbien, auf. Derzeitig studiert er an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Matt Mullican, Robert Bratkamp und Angela Schanelec.

In seinen Filmen und bildhauerischen Arbeiten beschäftigt sich David Reiber Otátora mit Exotismen und kolonialen Repräsentationen des Anderen und forscht nach Möglichkeiten, diese als Grundlage fantastischer und doppel-
deutiger Narrationen zu affirmieren.

Leslie Bauer

5 40 3 

15.12.2018 – 02.02.2019
 

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Leslie Bauer
(lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) untersucht in ihrer Videoarbeit 5 40 3 Strukturen des Unterwegseins. 

Durch Bewegung entstehende Muster, Wiederholungen und Ansammlungen abstrahieren unsere Umwelt und verweisen primär auf ihre Oberfläche. Die Gleichförmigkeit des Fahrens fragmentiert uns bekannte Umgebungen, deformiert sie flüchtig und übergangshaft. Was entsteht, sind ornamentierte Bilder von Ordnungsmustern und wahrnehmbare Formen der Strukturierung, die das transitäre Ineinandergreifen von Raum und Zeit auf einer anderen Ebene abbilden.