Aliénor Dauchez

La Mer

12.09.–03.10.2020

Eröffnung: 12.09.2020, 18 Uhr

Grußwort: Melchior B. Tacet

 

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La Mer, est une chanson de mon enfance
La Mer, son mouvement incessant, ses vagues
La Mère, la nôtre, qui nous hante, nous envahit et disparaîtra
La Mère, vraiment?
La Mer questionne la matière du corps, son volume, son origine et ses orifices.

La Mer, ist ein Lied aus meiner Kindheit
La Mer, unaufhörliche Bewegungen, Wellen
La Mère, unsere, die uns heimsucht, uns plagt, und verschwindet
La Mère, wirklich?
La Mer befragt den Körper als Materie: sein Volumen, seine Herkunft und seine Öffnungen.

In ihrer Soloausstellung im Neuen Kunstverein Gießen verhandelt Aliénor Dauchez verschiedene Aspekte von Körperlichkeit. Sichtweisen auf den Körper, die oft in der Vertraulichkeit und abgetrennt von dem bleiben, was er nach außen repräsentiert. Die hier gezeigten Arbeiten stellen das Private aus und lassen es somit politisch werden.

Während der Eröffnung am 12.09.2020 zeigt Aliénor Dauchez die Performance 72x41x35

Aliénor Dauchez ist eine international tätige Bildende Künstlerin und Regisseurin. Erst als Ingenieurin der UTC in Compiègne ausgebildet, studierte sie anschließend Bildende Kunst an der UDK in Berlin und an der Beaux-Arts in Paris bei Gregor Schneider und Giuseppe Penone. 

Sowohl bildnerische als auch theatrale und performative Mittel sind gleichwertige Bestandteile ihrer künstlerischen Arbeit. Als Performerin ist sie selbst oft Bestandteil ihrer Werke oder die Arbeiten sind so konstruiert, dass sie an sich performative Elemente enthalten, indem sie die räumliche Situation und die Situation des Betrachters in stetem Wandel halten oder zumindest das Potential bergen, diese jeden Moment verändern zu können.


Erik Sturm

10.10.–21.11.2020

 

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„Arbeiten in der Stadt, arbeiten an der Stadt und arbeiten mit der Stadt“ – Für Erik Sturm (* 1982 in Rudolstadt) sind die Realitäten im städtischen Raum der Ausgangspunkt für seine künstlerische Auseinandersetzung. Die Energie, Zeit und Spuren unserer – sich im Umbruch befindenden – Gesellschaft stehen dabei im Fokus seiner neuzeitarchäologischen Arbeitsweise. 

Welchen Einfluss nehmen wir auf unsere Umwelt? Wie verändern sich Städte? Erik Sturms konzeptionelle Skulpturen und Installationen sind mögliche Antworten auf diese Fragen. Sie zeichnen sich durch den Bezug zum Alltag, zu urbanem Raum und ungewöhnliche Perspektiven auf Zeit aus: Rückstände und Fundstücke wie jahrzehntealte Werbesäulen, Feinstaub oder Baustellenfunde bilden die Grundlage für Sturms meist serielle Arbeiten.