Gintarė Sokelytė

Asterisk

 

Eröffnung: Sonntag, 03. Mai 2026, 16 Uhr
Performance zur Vernissage: Denise Lim
Dauer der Ausstellung: 3. Mai – 4. Juli 2026
Artist Talk: 4. Juli 2026, 16 Uhr

 

 

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»Asterisk« ist eine multimediale, skulpturale Videoinstallation, die den menschlichen Körper als von Macht-, Angst- und Ordnungssystemen geprägten Ort erforscht. Das Werk untersucht, wie diese Kräfte zusammenwirken – Verhalten strukturieren, Wahrnehmung beeinflussen und individuelle wie kollektive Erfahrungen definieren. Die Installation präsentiert eine konstruierte Situation, in der die Teilnehmenden physisch fixiert und einer fortlaufenden Abfolge von Fragen zu Angst, Autorität und Kontrolle ausgesetzt sind. In ihren Muttersprachen äußern sie tief persönliche Reflexionen, während ihre Körper zunehmender Belastung ausgesetzt sind. Durch Wiederholung und Dauer findet eine Verschiebung statt: Die physische Ausdauer beginnt die Wahrnehmung zu beeinflussen und legt die Spannung zwischen auferlegten Strukturen und innerer Erfahrung offen. Stromkabel spielen eine zentrale Rolle in der Installation. Über ihre funktionale Bedeutung hinaus fungieren sie als materielle Metapher für die unsichtbaren Systeme, die das moderne Leben organisieren. Sie transportieren Energie und Information und evozieren Kontrollnetzwerke, die weitgehend unsichtbar bleiben, aber dennoch tiefgreifenden Einfluss ausüben. Ihre Präsenz erzeugt eine subtile Spannung und deutet Elektrizität als sowohl lebenswichtige als auch potenziell gefährliche Kraft an – ein Spiegelbild der Dualität der Macht selbst. Im Rahmen des Projekts lud die Künstlerin Denise Lim zur Mitarbeit an einer Live-Performance ein. Im Dialog mit der Installation aktiviert Lim den Raum durch ihre Performance und setzt sich unmittelbar mit dem konzeptionellen Rahmen von „Asterisk“ auseinander. Ihr Beitrag erweitert das Werk über seine physische Form hinaus und schafft eine unmittelbare Begegnung, in der die Themen Macht, Angst und Ordnung durch Stimme, Bewegung und Präsenz neu artikuliert werden.

Gintarė Sokelytė (*1980 in Kėdainiai, Litauen) ist multidisziplinäre Künstlerin und lebt und arbeitet derzeit in Deutschland. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich fließend zwischen Skulptur, Video, Klang und Installation. Mit einem Hintergrund in Druckgrafik und Erfahrung in der Filmbranche wandte sich Sokelytė später der Bildenden Kunst zu und schloss ihr Studium an der Städelschule ab.

Lukas Maksay

09.08. – 17.10.2026

 

Lukas Maksay (* 1999, Bayern, lebt und arbeitet in Dresden) sucht in seinen Arbeiten nach natürlichen Prozessen in der anthropogenen Umgebung des städtischen Raums, sowie Menschengemachtes in natürlichen Umgebungen. Er schafft mit seinen Arbeiten eine Ebene zwischen diesen künstlichen Objekten und dem natürlichen Prozess des Vergehens und des Verfalls.
Ein Spiel zwischen Gegensätzen, das das Verhältnis von kultureller Kontinuität und Transformation auf poetische Weise reflektiert und besonderes Augenmerk auf die Wahrnehmung und Materialität dieser Prozesse legt. Er zeichnet sich in seinen Arbeiten durch konzeptuelle Klarheit und eine reduzierte, zugleich vieldeutige Ästhetik aus, die er in Bildhauerei, Fotografie und Arbeiten auf Papier umsetzt.
Maksay studierte von 2019 – 2026 in der Fachklasse von Wilhelm Mundt und Alicja Kwade an der HfBK Dresden.


Yana Zschiedrich

01.11.2026 – 30.01.2027

 

Yana Zschiedrich (* Ludwigshafen am Rhein, lebt und arbeitet in Leipzig) arbeitet als Künstlerin an der Schnittstelle von Materialforschung, Raum und Zukunftsnarrativen. In ihrer langfristigen Forschungsinitiative HYBRIS untersucht sie Transformationsprozesse, die durch Verdauung, Zersetzung und Umformung entstehen. Ausgangspunkt ist ein bildhauerischer Prozess, bei dem Mehlwürmer Polystyrol abbauen und daraus Materialgrundlagen entstehen, die Zschiedrich weiterentwickelt. Material wird dabei nicht als statisch verstanden, sondern als etwas Lebendiges, das auf Zeit, Umwelt und Belastung reagiert. In raumgreifenden Installationen werden diese Prozesse sichtbar gemacht und als Metapher für gesellschaftliche Veränderung, Kontrolle und mögliche Zukünfte lesbar. Zschiedrich begreift Material als Träger von Geschichten – als etwas, das nicht nur gebaut wird, sondern selbst erzählt, wie wir in Zukunft leben könnten.


Gießener Kulturnacht 2026

16.05.2026

 

Auch wir sind bei der Gießener Kulturnacht 2026 mit dabei: Neben der Performance re.human von Miranda Glikson um 18 Uhr spielt ab 20 Uhr die Kölner Band Cavelady.
"Nach dem mehr als gelungenen Auftakt geht die Gießener Kulturnacht am 16. Mai 2026 in die zweite Runde: Ein dezentrales Festival von 14.00 Uhr bis spät in die Nacht an vielen Stand- und Spielorten in der ganzen Stadt. Mit einem vielfältigen Programm, das alle Menschen anspricht, Lust auf Kultur macht und Zugang zu allen Sparten und Formen der Kunst bietet.“ (giessen.de/Erleben/Kultur/Musik-Festivals/Gießener-Kulturnacht)