Dominique Hurth

Normengenau, Feingegliedert, Wohlproportioniert

Eröffnung am 27.11.2021, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 27.11.2021 – 15.01.2022

 

 

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In Form von Ausstellungen, Installationen, Publikationen und Lesungen setzt sich Dominique Hurth (* 1985 in Colmar, lebt in Berlin) mit dem Einrahmen und dem Lesen von Objekten und Ereignissen auseinander. 

Der Ausgangspunkt neuer Arbeiten ist oft die Geschichte eines bestimmten Ortes oder eines bestimmten Bildes. Der Konzentration auf die finale Form ihrer Installationen geht oft eine lange und detaillierte Forschung voraus und die Arbeit wird durch ausführliche Aufenthalte in Archiven, journalistische Untersuchungen, materielle Forschung im Atelier und das eigene Schreiben entwickelt.

In ihrer ortsspezifischen Installation beschäftigt sich Dominique Hurth mit der Architektur des Kunstvereins. Ausgangspunkt sind die Naturstein-Fassade des Kiosks und das Entstehungsdatum des Gebäudes: 1937 erbaut, ein Jahr nach der Veröffentlichung von Ernst Neuferts Bauentwurfslehre (ein Handbuch für Architektur, das bis heute international als Standardwerk gilt). In einer 22 Meter langen Architekturzeichnung auf Stoff, einer Lichtinstallation und einer Publikation hinterfragt die Künstlerin die problematische Geschichte der Standardisierung und Rationalisierung von architektonischen Bauten, und schärft den Blick auf Details, die bei der Architektur nicht ganz passen. Damit ermöglicht sie es, neue Perspektiven auf das zu werfen, was von der erwarteten Norm abweicht.